Bike Marathon Bad Wildbad  

Bericht von Michaela

Gemeldet war ich für die Mittelstrecke mit 57 km und 1.500 hm.

Ich nehme gleichmal vorweg, dass es mein bisher schrecklichster Marathon war; aber der Reihe nach...

Ich stand gut gelaunt am Start, bei hochsommerlichen Temperaturen, in einem ärmellosen Trikot; wann hatte ich denn das zuletzt...

Der Startschuss fiel und los ging´s in den sogenannten start-loop; eine ca. 4 km lange Schleife, die das Teilnehmerfeld etwas entzerren sollte, bevor es gleich zu Beginn der eigentlichen Runde in einen steilen Engpass reinging.

Aber hallo, das Tempo, das gefahren wurde, war abartig. Zu allem Überfluss ging es dann auch sofort übelst berghoch. Mein Puls schnellte gleich bis zum Anschlag und ich hatte schon nach
5 min. das Gefühl, dass ich jetzt gleich vom Rad kippe.

   

Irgendwann dachte ich dann, dass es vielleicht ratsam wäre, etwas Tempo rauszunehmen, zumal es ja gleich noch 300 hm am Stück weiter hoch ging.
Naja, das funktioniert halt einfach nicht.

Ich quälte mich Meter um Meter weiter, immer mit dem Gefühl, permanent einen Gang zu schwer zu fahren. Als ich dann in den Anstieg Rennbachsteige (schmal und steinig) einbog, war ich schon fix und alle.

Naja, so ging´s dann weiter; selbst auf den flacheren Abschnitten erholten sich meine Beine nicht mehr.

Nach der ersten Runde widerstand mir dann auch noch mein Trinken dermaßen und ich wusste echt nicht, ob mir jetzt mein Frühstück wieder hochkommt. Ich lechtzte nur noch nach stinknormalem Wasser.

Das 2. Mal Rennbachsteige bin ich schon nach einigen Metern abgestiegen, weil ichs einfach nicht mehr koordiniert bekam, das technische Stück hochzufahren. Während ich dann so den Anstieg hochschneckte (und mich noch 2 Mädels überholten), habe ich eigentlich beschlossen, auszusteigen. Es ging ja nix!

Mittlerweile schmerzten auch noch meine Schultern abartig, weil ich ich wie ein Schluck Wasser in der Kurve auf dem bike hing. Oben angekommen stand dann einer vom woba- Team, der meinte, prima noch 6.und nein nicht aufhören.

Ja und so quälte ich mich dann irgendwie weiter. Bei der Verpflegung bekam ich zum Glück eine Flasche mit Wasser. Lieber Himmel, Leute, wie geil kann Wasser schmecken!

Mittlerweile war mein Ziel nur noch, die letzten technischen Abfahrten ohne Sturz hinter mich zu bringen und heil im Ziel anzukommen; was mir dann zum Glück auch gelungen ist; wobei meine Zeit völlig indiskutabel ist.

Stellt sich für mich nur noch die Frage, wieso es dermaßen schlecht lief; vielleicht hatte ich mich doch noch nicht davon erholt, dass ich eine Woche vorher krank war (hardcore-Durchfall und totale Abgeschlagenheit), oder war ich die Hitze noch nicht gewohnt, wobei mir das ja normal gar nix aus- macht oder war es tatsächlich der zu schnell angegangene start-loop?

Naja, Fazit: Einfach abhaken und hoffen, dass es am Samstag beim Kurzmarathon in Albstadt besser läuft!


Bericht von Wolfgang

Am 06.06.2010 wurde der Bike Marathon in Bad Wildbad bereits zum 10. Mal ausgetragen. Start und Ziel war wie im vergangenen Jahr in der Innenstadt von Bad Wildbad.

Die Lang- und die Mitteldistanz absolvierten zunächst eine Einführungsrunde durch Wildbad. Danach ging es auf die 26 Kilometer lange Runde mit 730 Höhenmetern. Drei Runden für die Langdistanz, zwei für die Mitteldistanz und eine für die Fahrer der Kurzdistanz. Bei den Zieldurchfahrten direkt im Ortskern konnten die Zuschauer spannende Positionskämpfe beobachten.


Die Siege auf der mittleren und kurzen Distanz holten in diesem Jahr wieder einmal die Fahrer aus der Region. Auf der Kurzdistanz bei den Masters standen gleich zwei Mr. Bike Fahrer auf den Podestplätzen 1 und 2: Wolfgang Robra, der schon 2000 bei dem ersten Wildbader Bike Marathon die Mitteldistanz gewinnen konnte, vor seinem Teamkollegen Patrick Gall.

Auf der Zielgeraden gab es eine Sprintentscheidung um Gesamtplatz 1, die der 31 Jahre jüngere Jonathan Roth aus Langenbrand vor Wolfgang Robra für sich entscheiden konnte.