Also, wenn man an einem Wettkampftag aufsteht und es da schon regnet ist das für die Motivation schon einmal ganz schlecht - und wenn es dann auf der Hinfahrt regelrecht schüttet fragt man sich schon dezent, was man hier eigentlich macht. Wieso liege ich nicht wie wahrscheinlich 80 % der Rest- bevölkerung um diese Uhrzeit an einem Sonntagmorgen noch im Bett? Naja, bis ich dann in Neustadt war, war es zum Glück vorbei mit der Regnerei... Startnummer holen, noch ca. 5 x auf die Toilette gehen, warmfahren, in die Startaufstellung und natürlich, nochmal auf die Toilette. Was für eine Hektik! War schon richtig gespannt, auf welchem Platz ich dieses Jahr landen werde, da einige starke Fahrerinnen gemeldet waren und überhaupt waren mit rd. 40 Damen ziemlich viele vorangemeldet. Startschuss und los gings. Ich fuhr wie immer die Mittelstrecke mit 53 km und 1.300 hm. In Neustadt sollte man gleich zu Anfang schauen, dass man möglichst viel überholt bekommt, bevor man dann an diesem ekligen steilen Kopfsteinpflasterweg ist, wo man nicht mehr gut überholen kann. Kurz danach kommt dann sowieso der obligatorische Stau am trail-Einstieg beim Haardter Sportplatz, wo danach auch nicht mehr viel mit überholen ist. Naja, da kann man sich dann wenigstens wieder ein bisschen erholen. Danach geht´s ein kurzes Stückle hoch, bevor wieder ein sehr schöner trail kommt. Dann kam der erste längere Anstieg und es lief recht gut - ich konnte 3 Mädels überholen, was mich natürlich saumäßig motivierte. Naja, das Glück hielt nicht lange an. In der folgenden trail-Abfahrt ging mir die Kette runter. War natürlich eine supergünstige Stelle für so einen Mist. Musste erst einmal mein bike (und mich) aus der Schusslinie bringen. Mittlerweile waren auch wieder die 3 Mädels an mir vorbei. Na danke! Und meine Hände sahen aus wie beim Schorn- steinfeger. Bei dem folgenden Anstieg musste ich erst mal wieder mein Tempo finden. Nach ein paar km kam dann die 1. Verpflegung, an der ich dann wenigstens wieder eine von den 3 Mädels eingeholt hatte. Mit ihr wechselte ich dann auch bis zum Ziel immer wieder die Position. Dann ging´s auf einem schönen trail hoch zum höchsten Punkt der Strecke, auf den Weinbiet und wieder abwärts Richtung Steinerner Hirsch, auch noch einmal ein schöner verblockter trail. Zum Glück waren danach dieses Jahr keine von den berüchtigten "Treibsand-Stellen", die einem dermaßen ausbremsen können, dass man ruckzug auf der Schnauze liegt. So 15 km vor dem Ziel konnte ich dann wenigstens nach ein bisschen "Kämpferei" noch eine Dame hinter mir lassen. An der Wolfsburg-Abfahrt verschenkte ich dann leider eine Platzierung, weil ich dachte, Mensch da muss man doch nicht laufen, sondern kann fahren. Tja, eigentlich schon; wenn man natürlich zum aufsteigen ewig braucht und die andere dann zu Fuß wesentlich schneller ist hat man halt Pech gehabt. Weiss auch nicht, was ich mir dabei wieder gedacht hatte. Naja, habe dann bis zum Ziel noch einmal alles gegeben, hat aber leider nicht mehr zum Einholen gereicht. Am Ende war es ein 6. Platz in der Alterklasse und Platz 12 im Gesamteinlauf. Ich denke, damit bin ich zufrieden! |