Eigentlich wollte ich ja wie jedes Jahr am Samstag beim
Calmbach-Marathon mitfahren; aber dann hat sich beim 20-jährigen
Jubiläum von Mister Bike ergeben, dass die dort Angestellte
Susanne meinte, sie fahre am Sonntag beim Rennen in
Oberlengenhardt mit. Naja und so freundete ich mich nach und
nach mit dem Gedanken an, einfach auch dort "just-for-fun"
mitzufahren.
Wer hätte das gedacht, dass ich da noch einmal am Start stehen werde. Oberlengenhardt war nämlich vor ziemlich genau 10 Jahren mein letztes Sprintrennen und 1997 auch mein allererstes Rennen. Entsprechend aufgeregt stand ich dann am Sonntag nachmittag am Start. Wir waren rekordverdächtige 11 Mädels. Soviel waren es in den ganzen letzten Jahren nie. Die Strecke war zum Teil noch identisch wie vor 10 Jahren. Ein Rundkurs mit 3 km und ca. 70 hm, den wir 4 x fahren mussten. Auch der kurze aber ziemlich giftige Anstieg war noch dabei. Neu waren einige Stellen, bei denen man in Kehren um diverse Bäume und über Wurzel geleitet wurde. Das waren dann auch die Stellen, an denen ich massig Zeit liegen lies. Im Training komme ich da ja schon irgendwie rumgezirkelt, aber im Renntempo, no chance. Gestartet wurde zusammen mit den Junioren/Jugend Hobby; was mir schon mal gar nicht passte. Ich machte mir so meine Gedanken, ob das gutgeht, zusammen mit den "jungen Wilden" auf den sogenannten "Wasserreservatshügel"loszustürmen, über den man gleich nach 100 m drüber muss. Es war dann aber gar kein Problem; ich musste nur ein bisschen Tempo rausnehmen, damit ich etwas Luft zum Vordermann bekam und konnte dann ungehindert hochflitzen. Danach ging´s erst einmal einen Schotterweg und einen trail abwärts, so lange hatte ich einige Mädels auch noch direkt vor mir. Naja, bis dann dieses erste "schlängle-dich-durch-die-Bäume"-Stück kam. Da waren die dann irgendwie weg. Als ich dann zu dem giftigen Anstieg kam, wollte ich eigentlich schon nicht mehr. Noch 3 Runden, ohje... ![]() Beim Marathon schnarche ich zwar auch nicht rum, aber so in dem extrem roten Pulsbereich fahre ich halt doch nur ganz kurzfristig. Das merkt man dann doch. Vor allem musste ich mir dann auf den flacheren Abschnitten immer wieder sagen, hau rein, du hast nur 12 km um Zeit gutzumachen. Das ist auch noch einmal ein Unterschied zum Marathon; da fährt man zwar auch sein hohes Durchschnittstempo, aber halt nicht vom Start bis ins Ziel am Anschlag. Gegen Ende der 3. Runde fing es dann zu regnen an - herrlich diese Abkühlung, weniger herrlich, dass die Wurzeln rutschiger wurden. Aber das war in meinem Fall egal, da ich diese Passagen sowieso wie der erste Mensch gefahren bin. Gefühlt war dann die 4. Runde die entspannteste, wahrscheinlich war ich da mal halbwegs warm, grins... Fazit: Oberlengenhardt ist immer noch eine schöne Veranstaltung, freundliche Helfer, gute Stimmung und eine mtb-würdige Strecke. Und mit dem 6. Platz, direkt im Mittelfeld, kann ich auch zufrieden sein!
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