4. Aspen Bike-Marathon  

Der Aspen-Marathon in Nordheim-Nordhausen wurde dieses Jahr zum 4. x ausgetragen.

Gespannt sein durfte man auf eine neue Streckenführung. In den vergangenen Jahren musste die Langstrecke 3 x die gleiche Runde bewältigen; nun war ein neuer Streckenabschnitt dazugekommen, so dass der Marathon in 2 Runden erledigt war.

Insgesamt waren 54 km und 1.140 hm zu bewältigen.

Wettertechnisch passte alles prima, es hatte am Vortag, nach tagelang hochsommerlichen Temperaturen, nur kurz geregnet, so dass sich die Strecke in einem absolut trockenen Zustand befand.

Um 10.00 fiel der Startschuss. Netterweise hatte sich die Orga kurzfristig noch dazu ent- schlossen, die Fahrer der kurzen Distanz 10 min. später auf die Strecke zu schicken, so dass kein allzugroßes Gedränge in der Startphase zu erwarten war. Nordhausen ist ja sowieso noch ein sehr familiärer Marathon. Mädels waren nur eine Handvoll gemeldet.

Der fieseste hammer-steile Weinberganstieg kam auf der neuen Strecke leider ziemlich am Anfang, als mir gerade elendig heiss war (habe leider verpeilt, mein ärmelloses Trikot anzuziehen) und ich mein Tempo noch nicht gefunden hatte.

Den Anstieg jetzt auf Biegen und Brechen hochzudrücken wäre fatal gewesen; also habe ich geschoben. War mir zwar etwas peinlich, bei all den anfeuernden Zuschauern, aber naja....Oben angekommen wurde man mit einer schönen trail-Abfahrt belohnt.

Die Strecke verlief dann abwechslungsreich über Wiesen (zum Glück war dieser Anteil auch weniger als die Jahre zuvor; Wiese kann ich gar nicht leiden), durch die Weinberge und über trails; bei denen man bei einigen das Gefühl hatte, dass sie extra in den Wald gebaut wurden.

Eine wirklich super abwechslungsreiche Strecke. Was mir ausserdem zugute kam, dass die längeren, schwereren Anstiege im ersten Drittel der Strecke zu finden waren.

Dann folgte mehr welligeres Profil, was mir super liegt. Vor allem dachte ich wieder einmal, wie genial doch meine blockierbare Federgabel ist.

Gerade die Weinberge dann teilweise im Wiegetritt hoch, hatte ich dann fast das Gefühl zu fliegen. Ja, da merkt man die leichten 8,6 kg (Danke an Rainer fürs Wiegen!)

Auf einer highspeed-Abfahrt in der ersten Runde merkte ich plötzlich, dass irgendwas auf meinem Oberschenkel sitzt. Leider konnte ich gerade keine Hand vom Lenker nehmen.

Mist, ich wusste genau, gleich sticht mich was. Als ich dann endlich mit meiner Hand das Biest wegjagen konnte, war es natürlich schon zu spät. Halleluja, das hat ja gebrannt wie Feuer.

Witzigerweise hat eine Freundin vor dem Start noch erwähnt, dass sie wegen einem Stich nicht mitfahren konnte, weil sie allergisch reagierte und Penicillin nehmen muss. Ich dachte echt, jetzt falle ich gleich tot vom Rad.

Also habe ich kurz angehalten, weil ich dachte, saug ich wenigstens das böse Gift raus (so hat man das schließlich in der Kindheit gelernt, grins...); aber ich kam gar nicht an die Stelle hin. Vielleicht sollte ich einfach jemanden anhalten und sagen, los saugen!

Naja, das wäre vielleicht nicht so gut angekommen.... War auf alle Fälle eine (jetzt tote) Biene; der Stachel steckte noch.

Am Ende war es ein 3. Platz, mit knapp 2 min. Rückstand auf die Zweitplatzierte und ein etwas größerer Rückstand auf die Siegerin, bei der es sich um Martina Höllige handelte, die schon einige Meistertitel hat; da muss man sich dann als Hobbyfahrerin keine Gedanken machen.

Fazit: Familiäres Rennen in super angenehmer Atmosphäre und mit stark verbesserter Strecke;
nächstes Jahr gerne wieder!