Bericht der Rennsaison 2010 von Denis Müller  


Die Tage werden kürzer, das Wetter immer herbstlicher und die Mountainbike Abteilung zieht Bilanz zur Saison 2010:

Nach intensiven Wochen des Trainings begannen meine Schwester Jasmin und Ich, die Rennsaison bei den German Bike Masters, am 6.Juni in Bad Wildbad. Wir starteten auf der Kurzstrecke, bei der es 700HM auf 26km zurückzulegen galt. Jasmin fuhr auf einen hervorragenden 2. Platz in der Damenwertung. Ich belegte in der Herrenklasse für mich einen zufriedenstellenden 15. Platz.

Drei Wochen später stand das Highlight dieser Radsaison vor der Tür:


Das 24 Stunden Rennen im Münchner Olympiapark!

Am Freitag den, 25. Juni wurde der Skiclubsprinter bis obenhin mit Feldbetten, Kleidung für jede Wetterlage, Ersatzteile, die heiligen Räder, sowie die Betreuer und Fahrer beladen. Für den SCB / Mister Bike Pforzheim gingen Jasmin Müller, Heiko Schöninger und Ich, Denis Müller an den Start. Zusammen mit den Bike Riders aus Remchingen stellten wir insgesamt drei 4er Teams.

In München angekommen, schlugen wir unser Fahrerlager direkt neben der Rennstrecke, am oberen Umlauf des Olympiastadions auf. Den Abend ließen alle bei gemeinsamen Grillen und früher Bettruhe ausklingen, denn jeder wollte für den kommenden Tag in Topform sein.

Am nächsten Morgen wurde noch einmal die Strecke besichtigt, die für alle in den kommenden 24 Stunden noch allzu bekannt werden würde. Der Streckenverlauf erstreckte sich über ca. 10Km und 100HM. Er umfasste Schotterwege, Kopfsteinpflaster, Singeltrails, kleine Technikparts, den Olympiaberg als höchsten Punkt und die Wechselzone im Olympiastadion. In der Wechselzone musste abgestiegen und das Rad geschoben werden. Ein Armband wird in diesem Bereich an den nächsten Teamfahrer übergeben, dieser darf nach dem Wechselbereich wieder aufsteigen und die Runde, auf der Tartanbahn zu Ende fahren,  bevor er wieder auf die Strecke zurück gelangt.

Um 11.00 Uhr ertönte der Startschuss. 100 Einzelfahrer und ca. 500 Teamfahrer (von 2er, 4er bis hin zu 8er Teams) gingen auf die Strecke. Das Mister Bike 4er Team, bestehend aus Freddy, Heiko, Robin und Mir, sowie das weibliche 4er Team, bestehend aus Jasmin, Miriam, Tanja und Manuela gingen mit vollem Elan in die ersten Runden. Um auf das bestmögliche Ergebnis zu kommen, fuhr jeder Fahrer jeweils eine Runde und übergab dann an den Teamkollegen. Aufgrund des überaus guten, aber heißen Wetters, mussten die Fahrpausen genutzt werden, um die Energiereserven mit Flüssigkeit und Essen aufzufüllen.

Die Helfer waren durchgehend damit beschäftigt, kleine Snacks zu richten oder Pasta, Obst und Getränke von den Versorgungsstationen auf dem Gelände, herbei zu schaffen. Außerdem musste hin und wieder das Material überprüft werden. Währendessen war eine Person stets damit beschäftigt, die Rundenzeiten anzusagen, damit die Fahrer wussten, wann sie sich wieder bereit machen mussten. So vergingen die ersten Stunden wie im Flug.

Langsam trat die Dämmerung ein und ab 21.00 Uhr herrschte Lichtpflicht bei den Fahrern.

 

Beim Fahren durch Waldtrails und den kaum beleuchteten Olympiapark wurde auch schnell klar, wie wichtig eine gute Beleuchtung an Rad oder Helm war. Das Frauenteam beschloss gegen 23.00 Uhr, jeweils immer 2 Runden am Stück zufahren, da sie sich erhofften, durch die längere Wartephasen wenigsten etwas schlafen zu können. Das Männerteam musste etwa um dieselbe Zeit, gezwungenermaßen auch auf diese Taktik umsteigen, da Heiko es auf unerklärlicherweise schaffte, sein Rad mit einem Rahmenbruch fahruntüchtig zu machen und er auf diese Weise für die restlichen 12 Stunden des Rennens ausfiel.

Zitat Heiko:“Das war meine Rettung!“        Zitat Denis:“ Das war unser Tod!“

Als die Sonne über München aufging, konnte man allen Fahrern ansehen, dass die Nacht doch stark an ihnen gezehrt hatte. Dennoch konnten beide Teams über die gesamte Nacht hinweg einige Plätze gutmachen und sich sogar ein kleines Polster zu den Verfolgern sichern. Die Damenmannschaft hatte sich auf den 3. Platz gefahren. Jetzt galt es nur noch diesen auch zu halten.

Doch die Beine wurden von Runde zu Rune schwerer und die 80 Stufen im Stadion zu unserem Fahrerlager hinauf wurden jedes Mal qualvoller. Das Männerteam kämpfte sich währenddessen weiterhin zu dritt ab, und konnte sich aufgrund zu kurzer Rennpausen kaum erholen.

Die 11.00 Uhr am Sonntagvormittag rückten immer näher, während die einen auf ihre letzten Runde gingen, konnten die anderen Teamfahrer sich schon in den ehemaligen Kabinen der FC Bayernstars beim Duschen vergnügen.

Bei der Zieleinfahrt landete das 4er Mister Bike Team auf dem überaus erfolgreichen 13. Platz von ca. 150 Teams. Die Frauen schafften es ihren 3. Platz zu halten. Das 3. Team der Bike Riders, welches in der Masterklasse startete belegte einen respektablen 32. Platz.


LBS CUP Serie:

Wie jedes Jahr, starteten wir auch beim LBS CUP.

Das erste Rennen der Cross-County Rennen, bei dem wir am Start waren, fand in Oberlengenhardt statt. Jasmin belegte den 9. Platz. In der Herren/Hobby Klasse belegte Ich den 5. Heiko erkämpfte sich den 10.Platz in der Senioren/Hobby Klasse.

Das zweite Rennen fand in Mosbach statt. Dort fuhr Ich in der Schlussrunde von Platz 5 auf einen Podestplatz und sicherte sich so den 3. Rang. Heiko schied in der ersten Runde, wieder einmal wegen eines technischen Defekts aus.

In Untermünkheim fand das nächste Rennen statt. Jasmin belegte in der Damen/Hobby Klasse den 5.Platz und Ich konnte erneut auf dem Treppchen, mit einem 3.Platz landen.

Das Finale de LBS CUPS fand in Remchingen statt. Hier konnten wir uns den Heimvorteil zu nutzen machen und die Strecke im Voraus schon mehrere Male trainieren. Was auch Erfolg zeigte. Jasmin landete erneut auf dem 5. Rang und sicherte sich somit Platz 6 in der Gesamtwertung. Ich konnte meine hervorragende Saison mit einem 2. Platz küren und fuhr  somit auch zum Gesamtsieg der kompletten Cross Country Serie.