Der
Lautertal-Bikemarathon in Spiegelberg ist nun bereits das 4.
Jahr mein "Saisonabschluss-Rennen".Zwischenzeitlich hat sich der
Marathon von einem kleinen Dorfrennen zu einem echten Geheimtipp
gemausert. Das Teilnehmerlimit von 750 Startern war auch dieses
Jahr schon Monate vorher ausgereizt.
Dieses Jahr bescherte uns der Wettergott zum ersten Mal keinen ungetrübten Sonnenschein, wobei ich ja angesichts der teilweise sinnflutartigen Niederschläge in den Tagen zuvor auch mit Wolken zufrieden war. Hauptsache trocken. Ein großer Vorteil von der Wolkendecke war auch, dass es beim Start immerhin einige Grad wärmer war als die Jahre zuvor - immerhin hatte es so 12 Grad. Ich "freute" mich schon auf die zahlreichen Schlammabfahrten, die es hier immer gibt.... Am Start war ich wieder ganz schön hippelig, weil ich hier schon 3 x gewonnen hatte und mir im Vorfeld selbst den Stress machte, dass so ein 4. Sieg ja ganz nett wäre; aber es kommt ja manchmal anders als man denkt (oder wie man es gerne hätte).... ![]() Gleich am ersten Anstieg merkte ich, dass sich da ein Mädel hinter mich geklemmt hatte, auch abwärts, als ich ab und zu jemand überholte blieb sie schön hinter mir, na sowas kann ich leiden....Irgendwann auf einem rutschigen trail-Abschnitt fuhr sie dann vorbei und ich verlor sie kurz aus den Augen, bis ich dann am Ende des folgenden Anstiegs wieder auf sie auffuhr. Und was macht die? Als sie merkte, dass ich wieder da war hat sie so offensichtlich langsam gemacht, dass ich halt wieder vorbeifuhr, tja und dann hat sie sich wieder hinter mich gehängt. Also Leute, man glaubt´s ja nicht. Ich versuchte dann mit einigen Tempowechseln, mich von ihr zu lösen was mir dann auch recht schnell gelang. Von da an lag ich in meiner Altersklasse in Führung bis ich mich in einer von mir so heiss geliebten Matschabfahrt (kotz!) hinlegte. ![]() Fragt nicht wie; keine Ahnung was passierte, mein Vorderrad war auf einmal weg. Ich sah auf jeden Fall den Boden auf mich zukommen und dachte, super jetzt schlägst du voll mit dem Gesicht ein. Da lag ich dann. Natürlich hatte ich mir zum Hinfliegen eine Stelle ausgesucht, an der2 Streckenposten standen, die habenmir dann netterweise wieder auf die Beine geholfen, nachdem sich hinter mir fast noch ein paar "Auffahrunfälle"ereignet hatten. Ich stand also etwas unsicher da, am fühlen, ob noch alles an mir funktionierte als ich merkte, dass aus meinem Camelbak-Schlauch eine Trinkfontäne schoss. Na prima, das Mundstück hatte es runter- gerissen. Zum Glück hat es ein Streckenposten schnell entdeckt und ich versuchte es mit meinen vermatschten Fingern wieder auf den Schlauch zu pfrimeln. Ach ich vergaß zu erwähnen, dass zwischenzeitlich dieses Mädel auch an mir vorbei war. Mann wie ärgerlich! Ich fuhr also weiter und merkte, dass mein rechter Brustkorb nicht schlecht schmerzte; aber aufhören,ne, kommt nicht in Frage. Ich versuchte dann noch, wieder die Führung in meiner Altersklasse zurückzubekommen, hatte auch als Blickkontakt, aber es ging nicht; wurde ein paar km vor dem Ziel sogar noch von einer überholt. Naja, immerhin wurde ich trotz des Sturzes und der Schmerzen noch 3.Nachdem ich dann geduscht hatte (ausgerechnet jetzt war nix mehr mitWarmwasser) und die Schmerzenimmer schlimmer wurden, beschlossen wir nach Hause zu fahren und einem Pforzheimer Krankenhaus noch einen Besuch abzustatten. Die Röntgenaufnahmen zeigten zum Glück, dass die Knochen noch heil waren. Es war "nur" eine schmerzhafte Rippenprellung. Ja, das habe ich in den nächsten Tagen gemerkt.War dann eine Woche krankgeschrieben, aber es schmerzt immer noch - und ich schicke Stoßgebete zum Himmel, dass ich nicht niesen muss, das ist echt abartig.Naja, wie gesagt, das war für die Saison das letzte Rennen und bis nächstes Jahr werde ich wieder putzmunter sein! |