Calmbach Marathon 2009

 

Bericht von Michaela

So, heute stand der "Heimmarathon" in Calmbach an.

Ohne frühmorgendlichen Stress machten wir uns um 12.15 Uhr auf nach Neuenbürg, der Start war ja erst um 14.00 Uhr, wo mich mein Mann dann samt Bike aus dem Auto warf, damit ich mich warmfahren konnte.

Ich glaub´s ja nicht, mein 4. Mara dieses Jahr und es regnete wieder nicht, dafür war es schon abartig drückend schwül; will mich aber nicht beschweren, das ist ja ganz nach meinen Wünschen, je wärmer, desto besser.

Um 13.45 Uhr stand ich dann am Start, in der ersten Reihe, was mir jetzt nicht ganz so geheuer war, bei dem Gedränge und dem relativ schmalen Startkorridor. Da wird mich ja hoffentlich niemand über den Haufen fahren....

 
Startschuss! Mann oh Mann, da brauchte ich ja heute 2-3 Versuche, bis ich im Sattel saß, so ein Gewusel rechts und links. Erst mal schauen, dass ich mich auf die rechte Seite rübermogle, will ja schließlich niemanden ders eilig hat aufhalten.


Also dieser Berg am Anfang, da habe ich jedes Jahr das Gefühl, nur noch runter- zuschalten und trotzdem fast zu k...... Naja, kommt einem vielleicht auch nur so vor, weil die anderen viiiieeel schneller fahren. Es gilt nun, diesen Berg gut zu bewältigen, dann kommt ja ne Abfahrt zum kurz erholen und dann folgen nur noch kleinere Anstiege bzw. fast ebene Abschnitte, so zum Hindrücken, ja, also, meine "Vorteils-Streckenabschnitte".

So ein männliches Wesen hat dann auf der Ebene, als er mich von hinten herannahen sah, doch tatsächlich sein "Retter-Syndrom" bekommen und kurz Tempo rausgenommen bis ich direkt hinter im war. Ist ja sehr nett, bin dann auch kurze Zeit hinter im geblieben, aber dann kam halt wieder dieser "ich-könnt-vielleicht-doch-noch-einen-Tick-schneller-fahren"- Gedanke und ich habe mal schnell einen Gang hochgeschaltet, Federgabel blockiert, Hinterteil aus dem Sattel und ausscheren.

 
Weiter geht´s.

Ich fuhr also so vor mich hin, als auf der letzten langen Abfahrt am Ende der ersten Runde, plötzlich irgendwas an mir vorbeirauschte und auch noch huhu rief. Ja, huhu zurück! Ach Mary! Momentmal, hinterher. Berg runter, diesen trail hoch und gucken, dass die Lücke nicht zu groß wird. Dann wieder Berg runter und meine Lieblings-180°-Rechts-Schotter-Kurve (die, in der ich mich letztes Jahr in der letzten Runde hinlegte), da vorsichtig rumzirkeln und erst wieder beschleunigen, wenn sichergestellt ist, dass beide Räder gerade stehen.

So, nun hatte ich wieder Mary´s Hinterteil vor mir. Schön! Wir fuhren abwechselnd sie und ich vorne den Sch....Berg rauf und tauschten noch Neuigkeiten aus. Kurz vor Ende des Berges konnte ich dann etwas zulegen und irgendwann merkte ich, dass ich wieder alleine war.

Die folgenden beiden Runden quälte ich mich dann mehr oder weniger durch. Man weiss ja nie, was noch alles von hinten kommt. Zwischenzeitlich wusste ich, dass ich auf dem 5. Platz lag und das wollte ich unbedingt nach Hause fahren. Was mir dann auch gelungen ist.

Die 4 Mädels vor mir sind wieder alles Lizenzlerinnen, was man auch an den Zeiten sehen kann.
Schade, dass keine getrennte Wertung erfolgt.

Aber, ich bin auf alle Fälle zufrieden!
(Übrigens, dieses Rennen fuhr ich wieder mit meiner richtigen Federgabel - und juhu - sie hat
tatsächlich bis zum Schluss funktioniert).

Nun ist 2 Wochen Päusle angesagt und dann folgt der Aspen-Marathon in Nordhausen.


Bericht von Reinhard

"Der Calmbach-Bike-Marathon ist unsere Hausmarathon, da können wir von Pforzheim mit dem Rad anreisen. Der Kurs läuft überwiegend auf Schotter- und Naturwege. Die Strecke führt über die schönsten Aussichtspuntke des Calmbacher Hausberges den Kälblin.

Es sind 3 Runden a 16.6km zufahren , insgesamt sind es dann knapp 50km und 1.000 Höhenmeter. Organisiert wird der Marathon von der Skizunft Calmbach und Leitung von Wolfgang Robra unserem langjährigen Elite-Teamfahrer. Und was die Skizunft-Calmbach da für EUR 8.- Startgebühr organisiert ist super. Das Rennen war auf 200 Teilnehmer limitiert und schnell ausgebucht.

Calmbach ist eine fahrtechnisch leichte aber sehr schnelle Strecke.
Durch die relativ kurze Renndauer, als Teamfahrer sollte man das Rennen schon unter 2 Stunden finishen können, wird sehr schnell gefahren, immer an der anaeroben Puls-Schwelle und darüber. Nach 1:54 Std war ich im Ziel. Platz 13 Masters 2 bei 58 Startern in meiner Altersklasse."