Bericht von Michaela
So, heute stand der "Heimmarathon" in Calmbach an.
Ohne
frühmorgendlichen Stress machten wir uns um 12.15 Uhr auf nach
Neuenbürg, der Start war ja erst um 14.00 Uhr, wo mich mein Mann
dann samt Bike aus dem Auto warf, damit ich mich warmfahren konnte.
Ich glaub´s ja nicht, mein 4. Mara dieses Jahr und es regnete
wieder nicht, dafür war es schon abartig drückend schwül; will mich
aber nicht beschweren, das ist ja ganz nach meinen Wünschen, je
wärmer, desto besser.
Um 13.45 Uhr stand ich dann am Start,
in der ersten Reihe, was mir jetzt nicht ganz so geheuer war, bei
dem Gedränge und dem relativ schmalen Startkorridor. Da wird mich ja
hoffentlich niemand über den Haufen fahren....

Startschuss!
Mann oh Mann, da brauchte ich ja heute 2-3 Versuche, bis ich im
Sattel saß, so ein Gewusel rechts und links. Erst mal schauen, dass
ich mich auf die rechte Seite rübermogle, will ja schließlich
niemanden ders eilig hat aufhalten.
Also dieser Berg am Anfang, da habe ich jedes Jahr das Gefühl,
nur noch runter- zuschalten und trotzdem fast zu k...... Naja, kommt
einem vielleicht auch nur so vor, weil die anderen viiiieeel
schneller fahren. Es gilt nun, diesen Berg gut zu bewältigen, dann
kommt ja ne Abfahrt zum kurz erholen und dann folgen nur noch
kleinere Anstiege bzw. fast ebene Abschnitte, so zum Hindrücken, ja,
also, meine "Vorteils-Streckenabschnitte".
So ein männliches
Wesen hat dann auf der Ebene, als er mich von hinten herannahen sah,
doch tatsächlich sein "Retter-Syndrom" bekommen und kurz Tempo
rausgenommen bis ich direkt hinter im war. Ist ja sehr nett, bin
dann auch kurze Zeit hinter im geblieben, aber dann kam halt wieder
dieser "ich-könnt-vielleicht-doch-noch-einen-Tick-schneller-fahren"-
Gedanke und ich habe mal schnell einen Gang hochgeschaltet,
Federgabel blockiert, Hinterteil aus dem Sattel und ausscheren.

Weiter geht´s.
Ich fuhr also so vor mich hin, als auf der
letzten langen Abfahrt am Ende der ersten Runde, plötzlich irgendwas
an mir vorbeirauschte und auch noch huhu rief. Ja, huhu zurück! Ach
Mary! Momentmal, hinterher. Berg runter, diesen trail hoch und
gucken, dass die Lücke nicht zu groß wird. Dann wieder Berg runter
und meine Lieblings-180°-Rechts-Schotter-Kurve (die, in der ich mich
letztes Jahr in der letzten Runde hinlegte), da vorsichtig
rumzirkeln und erst wieder beschleunigen, wenn sichergestellt ist,
dass beide Räder gerade stehen.
So, nun hatte ich wieder Mary´s Hinterteil vor mir. Schön! Wir
fuhren abwechselnd sie und ich vorne den Sch....Berg rauf und
tauschten noch Neuigkeiten aus. Kurz vor Ende des Berges konnte ich
dann etwas zulegen und irgendwann merkte ich, dass ich wieder
alleine war.
Die folgenden beiden Runden quälte ich mich dann
mehr oder weniger durch. Man weiss ja nie, was noch alles von hinten
kommt. Zwischenzeitlich wusste ich, dass ich auf dem 5. Platz lag
und das wollte ich unbedingt nach Hause fahren. Was mir dann auch
gelungen ist.
Die 4 Mädels vor mir sind wieder alles
Lizenzlerinnen, was man auch an den Zeiten sehen kann.
Schade,
dass keine getrennte Wertung erfolgt.
Aber, ich bin auf alle
Fälle zufrieden!
(Übrigens, dieses Rennen fuhr ich wieder mit
meiner richtigen Federgabel - und juhu - sie hat
tatsächlich bis
zum Schluss funktioniert).
Nun ist 2 Wochen Päusle angesagt
und dann folgt der Aspen-Marathon in Nordhausen.
Bericht von Reinhard
"Der Calmbach-Bike-Marathon ist unsere
Hausmarathon, da können wir von Pforzheim mit dem Rad anreisen.
Der Kurs läuft überwiegend auf Schotter- und Naturwege. Die
Strecke führt über die schönsten Aussichtspuntke des Calmbacher
Hausberges den Kälblin.
Es sind 3 Runden a 16.6km zufahren , insgesamt
sind es dann knapp 50km und 1.000 Höhenmeter. Organisiert wird
der Marathon von der Skizunft Calmbach und Leitung von Wolfgang
Robra unserem langjährigen Elite-Teamfahrer. Und was die
Skizunft-Calmbach da für EUR 8.- Startgebühr organisiert ist
super. Das Rennen war auf 200 Teilnehmer limitiert und schnell
ausgebucht.
Calmbach ist eine fahrtechnisch leichte aber
sehr schnelle Strecke.
Durch die relativ kurze Renndauer, als
Teamfahrer sollte man das Rennen schon unter 2 Stunden finishen
können, wird sehr schnell gefahren, immer an der anaeroben
Puls-Schwelle und darüber. Nach 1:54 Std war ich im Ziel. Platz
13 Masters 2 bei 58 Startern in meiner Altersklasse."